Nicht Uebermensch und auch nicht Gott- von der erzwungenen Grandiositaet der Kinder aus belasteten Familien

Soziale Beziehungen können uns tragen – und zu Fall bringen. Erwachsene aus belasteten Familien kennen leider oft die zweite Variante. Wer von Klein auf mit zerstörerischen und selbstfixierten Gegenübern aufwachsen muss, der wird durch elterliche Beziehungen mehr belastet als gestärkt. Tragischer Weise droht dieser frühlkindliche Mangel bis ins Erwachsenenalter bedeutsam zu sein…und aus Kindern übermenschliche Riesen zu machen…

Wer hat eigentlich das Problem? Verantwortung abgeben und Probleme bei den Eltern lassen

Herrn R.s Vater ist depressiv…solange Herr R. denken kann. Behandlungen vermeidet der Vater, Ärzte und Therapeuten, so denkt der Vater,  machten sein Leiden nur noch schlimmer. Für Herrn R. bedeutet das, „von Kindesbeinen an mit dem Leiden meines Vaters ziemlich alleine dazustehen“ – seine Mutter tat zeitlebens so, als habe der Vater nichts, erzählt er. […]

Achtung: Worte gestalten Ihre Welt..und Ihre Beziehungen

Ist eine Beziehung zu Ende gegangen, so erleben das die Beteiligten oft als  schwerwiegendes Ereignis. Wenn diese Menschen über das Beziehungsende sprechen, treten meist ihre inneren Bewertungen zutage. Auffallend oft bewerten Menschen mit Kindheitsbelastungen ein Beziehungsende negativ oder/und als ihr persönliches Versagen: „Ich bin schon wieder gescheitert!“ oder  „Ich habe komplett versagt!“, heißt es dann. […]

Heilung braucht Hoffnung

Wenn Kinder wiederholt von Eltern enttäuscht wurden, (wenn etwa das Versprechen, sich von der Sucht zu lösen oder gewalttätiges Verhalten zu unterlassen, wieder und wieder nicht eingehalten wurde oder elterliches Verhalten nicht „diskutiert“ oder angesprochen werden darf), dann fällt es  Kindern besonders schwer, noch an jemanden zu glauben.In der Folge wird es sogar zu einem […]

Oft Schlecht drauf? Ihrer Stimmung und Lebensqualität auf der Spur

Menschen, die in einer belasteten Familie aufgewachsen sind, leiden manchmal lange Zeit noch nachdem sie ihr Elternhaus verlassen haben, unter Gefühls- und Stimmungsschwankungen. Der Umgang mit quälenden Gefühlen, „Nicht-Fit und Gut drauf“ sein, erfährt gesamtgesellschaftlich nicht gerade würdigenden Umgang. Glauben wir manchen Ideologien, so sind unsere Gefühlslagen, wie so vieles andere,  „machbar“. Wer nicht gut […]

Der hohe Preis fuer ein Gefuehl: Zugehoerigkeit

Wenn Menschen von Beginn ihres Lebens an bereits erleben müssen, dass sie Bindung und Zugehörigkeit nicht selbstverständlich von den Eltern erhalten, dann kann eine tiefe Zugehörigkeits-und Beziehungswunde entstehen…eine Wunde, die oftmals nur schwer verheilt. Betroffene kämpfen ein Leben lang um dieses existentielle Gut, in ihrer Familie dazuzugehören, ebenso später zu Gruppen, sozialen Systemen oder zu […]

Familienatmosphäre und Lebensqualität

Coronakrise erzeugt Atmosphaeren.Kinder aus belasteten Familien sind besonders anfaellig und sensibel fuer Atmosphaeren um sie herum.Augenblicklich beschreiben viele Bedrohungsatmosphaere unter sonnigem Nichts-Ist… Musik kann Helfen. Fühlen Sie sich manchmal, gleichsam aus dem Nichts, scheinbar grundlos, schlechter Stimmung? Fühlen Sie sich aus heiterem Himmel überfallen von Leere oder Traurigkeit? Dann teilen sie dieses Schicksal mit vielen […]

Eine etwas andere Fremdsprache erlernen: Von der Weisheit der Körpersprache

Menschen mit Kindheitsbelastungen erleben ihren Körper oftmals als fremd, als von ihnen getrennt, eigenständig, abgelöst von ihrem sonstigen Sein: der Körper erscheint teilweise förmlich widerständig zu ihrem geplanten Handeln. Da möchte jemand immer noch mehr der an ihn gestellten Aufgaben schaffen und der Körper versagt die Funktion: Sehausfälle, Konzentrationsstörungen, bis hin zu Zusammenbrüchen häufen sich. Wenn für diese und andere Symptome keine organische Ursache auszumachen ist, lohnt es sich, „Körpersprache“ zu lernen. Oft im Nachhinein, wenn wir begreifen können, sehen wir, dass der Körper offenbar über eine höhere Weisheit

„Ich erwarte nichts, dann werd ich auch nicht enttäuscht!“ – Warum sich freuen für Kindheitsbelastete eine Mutprobe bedeutet

Manchen Menschen aus belasteten Familien scheint die Freude abhanden gekommen zu sein: dieser Freudverlust ist Teil einer lebenslangen Geschichte, Teil einer Biografie des schleichenden Freudverlustes. Erleben Kinder wiederholt Enttäuschungen ihrer Vorfreude und das über Jahre, ist einer ihrer Bewältigungswege, das Hoffen und Freuen einzustellen. Dann erfordert, sich wieder auf etwas zu freuen, großen Mut.