Wissen, das wir zählen- Wochenimpuls Dezember

Wenn Kindheit belastet und/oder nicht leicht war, geht den Betroffenen  oftmals auch als Erwachsene ein bestimmtes Gespür für sich selbst verloren: es fehlt dann oft ein geeigneter Maßstab für die eigene Bedeutung sowie für den Nutzen und die Wertigkeit des eigenen Tuns. In der Fachsprache wird dieser Vorgang auch als Verlust von „Selbstwirksamkeit“ bezeichnet. Kinder, die sich an schwer erkrankten Eltern ein Leben lang regelrecht abarbeiten, ohne dass diese „Arbeit“ je gesehen,  gewürdigt oder gar belohnt und anerkannt würde, ohne, dass sie erfolgreich bewertet wird in der inneren Zuschreibung ( weil der erkrankte Elternteil etwa weiter trinkt), müssen sich das Gefühl für die eigene Bedeutung mühsam zurückerobern. Leicht findet eine Generalisierung statt: all das eigene Tun erscheint betroffenen Erwachsenen sinnlos und erfolglos, sie glauben nicht daran, selbst etwas bewirken zu können… hat doch die eigenen Anstrengung schon bei den Eltern nicht genützt, so denken sie.

Die  Begründerin der themenzentrierten Interaktion (TZI) hat in Ihren Worten, wie ich finde, hoffnungsvoll etwas auf den Punkt gebracht;  ihre Worte empfand ich für all diese erwachsenen Kinder aus belasteten Familien und auch alldenjenigen, die am augenblicklichen Weltgeschehen ein wenig verzweifeln, besonders passend und treffend berührend: Wissen, dass Sie zählen… gegen die Kälte, mit Ihrem Leben und Lieben… das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihre

Waltraut Barnowski-geiser

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